Welcome! Herzlich Willkommen! Bienvenue!
Hallo.
Ich heiße Tim Gillmair, bin 20 Jahre alt und habe im Frühjahr diesen Jahres mein Abitur gemacht.
Somit bietet sich für mich die unglaubliche Chance , 1 Jahr im Ausland zu verbringen.
Seit April diesen Jahres habe ich nun endlich Gewissheit:
Ab dem 23.September arbeite ich für 12 Monate als Angestellter von Walt Disney in Epcot ("Experimental Prototype Community of Tomorrow"), einem der vier Disney-Themenparks in der Nähe von Orlando, Florida.
Dort bin ich als "Cultural Representative of Germany" - also Repräsentant Deutschlands - im Bereich Food & Beverage des "Germany Pavilions" tätig.
Solltest Du dich auch für diesen Job interessieren , "do not hesitate to contact me".
Ich bin gerne bereit, Informationen zur Bewerbung bei Disney, zur Arbeit oder zum Leben bei Disney weiterzugeben.
Ansonsten soll diese Page allen in Deutschland Gebliebenen als Informations- und Kontaktbasis dienen!
Tim
Mo
29
Sep
2008
Hey
Die Tage gehen wirklich schnell vorbei! Gerade ist mir aufgefallen, dass ich morgen schon 1 Woche hier bin. Incredible. Immer mehr englische Wörter mischen sich in meine Sprache, so langsam bekomme ich used to it.
So langsam fühle ich mich auch wie zu Hause in meinem Apartment. Vor allem das Zimmer, das ich mit Ka-Hou ( die richtige Schreibweise) teile, ist super. Ich habe direkten Blick auf einen großen Teich und auf dem Weg davor gehen zu jeder Tageszeit menschen in Kostüm. ( Ich habe auch schon drauf, welches Kostüm zu welchem land gehört ;-))
Mittwoch also der Willkommensabend der Deutschen. Komisches Gefühl, so weit weg zu sein und dann jemanden aus Meckenheim zu treffen. Der Abend war insgesamt sehr cool, auch wenn das deutsche "Throw-In" recht schnell zu ende war. Also gings zu den Engländern, die an diesem Abend etwas mehr in Party-Laune waren.
Samstag dann zur Disney-University. Alle mussten sich ganz schick anziehen, um überhaupt reinzukommen. Es gab Vorträge von der Disney-Gewerkschaft ( natürlich gibts es das auch das hier ;-) ) und ich habe viel darüber gelernt, wie man mit Gästen ( nicht Besuchern!!!) in den verschiedensten Situationen umgeht. Auch wenn ich dieses Jahr weniger aus beruflichen Gründen mache, glaube ich, dass ich in der Richtung sehr viel mitnehmen kann. Es ist wirklich sehr interessant, worauf alles gachtet werden kann und wie weit der Service für die Gäste reicht. Natürlich ist Disney("the happiest place on earth") auch in den USA Vorreiter, aber trotzdem könnte sich Deutschland eine große Ecke Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft abschneiden.
Ich versuche natürlich auch kritisch zu beobachten, was hier im Kleinen so abgeht:
Zur Mittagspause ging es indie "Mouseketeria" im Backstagebereich von MagicKingdom, dem bekanntesten Park hier. Und Cinderella ( die echte natürlich^^es gibt nur EINE Cinderella, falls jemand fragen sollte) war auch dort und hat ziemlich verärgert die Person am anderen Ende der Handy-Leitung zusammengebrüllt. Es ist eben doch sehr viel Fassade, und auch in der Richtung ist Disney natürlich extrem.
Heute das erste mal Epcot Backstage. Nach einem ewig dauerndem E-learning ( Holla! es gibt allein 12 verschiedene Arten, bei Disney zu bezahlen: Es gibt Disney-Dollar, Disney-Kreditkarten etc. ... Da wunderts mich nicht, dass soviel Geld gefälscht wird) anschließend mein Kostüm: Trop cool! Lindgrüne Satin-Knickerbocker mit Fake-Schlips im Enzian-Style. Die passenden Hosenträger waren gerade aus. Dabei war das Kostümlager halb so groß wie ein Fussballfeld.
Ab Mittwoch darf ich mich auch mit Kostüm in die Busreihe stellen und werde nicht blöd angeschaut, dass ich Jeans trage ( So krass ist es natürlich nicht, aber das Kostüm ist wirklich Alltag hier).
Wow, ihr seid bis hierher gekommen? Also ich genieße jetzt noch meinen freien Nachmittag, bevor Morgen (ENDLICH!) Epcot besichtigt werden kann.
Bis in Bälde, euer Tim
Do
25
Sep
2008
I'm right here: florida- the Sunshine State
Jihaa, ich habe es geschafft: ich bin in den Disney Commons angekommen.
Aber von vorne: Sonntagmorgen wurde ich überfrüh von meiner Familie zum Bonner Bahnhof gebracht, von wo aus mein Zug direkt zum Düsseldorfer Flughafen führte. Die Überpünktlichkeit habe ich auf die Nervosität meiner Mutter zurückgeführt - immerhin sollte ja nix schiefgehen.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch nicht wissen, dass mich ein Abschiedstrupp von gut 15 Personen verabschieden sollte. Ein Abschied, den ich mir in der Weise nie selbst organisiert hätte, letztendlich aber sehr schön war und mich (gedanklich) bis zum Flughafen begleitet hat.
20 Std. später habe ich ohne größere Probleme in meinem Hotel in MIami Beach eingecheckt, das eigtl. nur "adults" ( also mindestens 21 Jahre) akzeptiert.
Der folgende Vormittag war eher "relaxant", habe direkt mal den Hotel-Pool getestet. Am Nachmittag wollte ich mir das Art-Déco Viertel anschauen, hatte dabei jedoch Entfernuung und Temperatur bis dorthin unterschätzt. Ziemlich fertig angekommen musste ich zudem feststellen, dass auch meine Foto-Kamera Schwierigkeiten mit der Temperatur in Kombi mit Luftfeuchtigkeite hatte. Seitdem haben alle Fotos weiße Streifen - wie auf einem Fernseher mit schlechtem Empfang. Aber hey, ich war vor Ort und habe mir die Bilder gut eingeprägt.
Gestern dann mein eigentliches Departure Date. Ziemlich aufgeregt ging es vom Airport zum Vista Way Welcome Center. Falls ihr schon mal einen Disneyfilm geguckt habt wisst ihr jetzt auch, warum bei dem bunten Schloss bei der Vorschau "Lake Buena Vista" draufsteht. Das ist also der Ort, an dem ich ab jetzt für 12 Monate lebe.
Mein "Housing-Komplex" heißt "The Commons" und ist, so wie ich gehört habe, der beliebteste unter den CRP's ( CulturalRepresentaiveParticipant). Anscheinend geht hier im kleinsten der 4 Wohnbereiche für Mitarbeiter (1000+ Bewohner!! Insgesamt hat Disney 66.000 Angestellte ) die meiste Party. Ich bin gespannt.
Mein Zimmer teile ich mit A-ho ( so spricht man es) aus Macau. Er ist sehr sympathisch und hat mir sogar ein Willkommensgeschenk überreicht. Den Rest meiner 4-er Wg ( Norweger und Engländer) habe ich noch nicht richtig kennenlernen können-- doch, der Norweger hat seinen Schlüssel vergessen und ich bin um 3h durch sein an-die-Tür-hämmern aufgewacht und habe ihm aufgemacht. Die Uhren gehen hier (im wahrsten Sinne des Wortes) wirklich anders. Aber beide machen einen netten Eindruck und ich bin gespannt, wenn sie heute am späten Abend wieder von Epcot zurückkommen.
Mein Wochenplan habe ich schon, es steht ein Einführungsprogramm, "Traditions" und ein Besuch der Disney University ( die gibt es wirklich ;-)!!) auf dem Programm.
Morgen ist das Throw-in, vor dem ich echt Respekt habe. Die deutsche Community ( was für ein Ausdruck^^) begrüßt dabei die neu-Ankömmlinge. Gestorben ist dabei noch nie jemand-- glaube ich. Ich darf auch danach nicht darüber sprechen, ein Lebenszeichen am Freitag kann also als postiv gewertet werden.
Soweit das Neueste aus den Commons.
Di
02
Sep
2008
Noch 19 Tage...
Bald ist es soweit:
Der Tag meines Abflugs am 21.September rückt immer näher.
Nach ewigen Wochen des Wartens, Freude über die Zusage im April, anschließendem (fast) täglichen E-mail-Check für weitere "Instructions" und einem Besuch beim Generalkonsulat der amerikan. Botschaft in Frankfurt habe ich soweit den größten Teil des Papierkrams überlebt.
Die letzte Mail des Büros, das für Vorbereitung und der Beantwortung jeglicher aufkommenden Fragen verantwortlich ist, "It was a real pleasure assisting you", stimmt mich schon fast melancholisch. Der "erste" Abschied.
Hingegen freue ich mich sehr, dass der Flug mit einem Stop in Miami gebucht und das Visum angekommen ist.
Bisher hat alles reibungslos funktioniert und ich hoffe, dass dies so bleibt.
Immerhin könnte mein Flug durch die Hurrikan-Hochsaison ( Hurrikan "Hanna" kündigt sich für Ende dieser Woche an und soll womöglich die Ostküste Floridas treffen und der Tropensturm "Ike" hat sich auch schon über der Karibik angemeldet) nach hinten verschieben. Es ist also spannend…
tim in florida

